Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, die seit Geburt besteht.
Der Körper kann kein eigenes Insulin herstellen. Deswegen tragen Kinder mit Diabetes einen Sensor und eine kleine Pumpe am Körper, die den Zuckerwert überwachen und gegebenenfalls Insulin abgeben, sollte dies nötig sein.
Zu den Mahlzeiten kommt eine Pflegefachkraft in die Schule, um das Essen abzuwiegen und die Insulinmenge zu bestimmen und zu geben.
Sport und Schwimmen kann das Kind in Absprache mit den Eltern mitmachen. Dabei muss immer eine Fachkraft dabei sein, die für das Kind die Blutzuckerwerte im Blick behält.
ADHS / ADS
ADHS ist oft geprägt durch Impulsivität, Konzentrationsschwierigkeiten und Hyperaktivität.
Da kann es passieren, dass das Kind plötzlich vom Stuhl fällt oder alle Stifte aus der Federtasche purzeln. Es rempelt andere Kinder im Vorbeirennen unabsichtlich an, läuft häufig irgendwo gegen, hat ständig blaue Flecke, an die es sich nicht erinnern kann, woher es sie hat.
Häufig kann sich das Kind im Unterricht nicht lange konzentrieren, weil es hier oder dort etwas hört. Jemand redet leise oder ein Stift fällt runter, ein Vogel ist draußen laut oder auf dem Gang sind Schritte zu hören.
Dann gibt es zusätzlich noch die visuellen Reize. Es gibt viel im Klassenraum zu entdecken, jedes Kind hat etwas anderes Interessantes auf dem Tisch liegen, ein Kind wackelt mit den Beinen, draußen laufen Kinder entlang und noch vieles mehr.
Häufig rufen sie dazwischen, weil sie nicht abwarten können oder es kommt zu körperlichen Auseinandersetzungen, weil sie jemand beleidigt oder böse angeschaut hat.
Soziale Interaktionen werden häufig falsch gedeutet, wodurch eine andere, als erwartete, Reaktion entsteht. Auch nach Aufklärung der Sitation ist es für die Kinder häufig schwer zu akzeptieren und verstehen, dass andere Personen, die die Situation von außen betrachten, anders wahrgenommen haben.
ADS dagegen ist oft geprägt durch Unaufmerksamkeit, Interaktionsschwierigkeiten mit Gleichaltrigen und Probleme beim Lernen.
Es kann oftmals dazu kommen, dass das Kind einfach nur rumsitzt, in die Gegend starrt und oftmals verzögert auf Ansprache reagiert, weil es gerade in seiner eigenen Welt ist und träumt.
Es kann sehr lange dauern, bis das Kind mit den Hausaufgaben fertig ist und vermutlich vergisst es sehr schnell das Gelernte wieder.
Oftmals haben Kinder mit ADS eine hohe Emotionalität, was dazu führt, dass es oft weint, viele Ängste hat und sich schneller missverstanden und gekränkt fühlt.
Häufig fallen dem Kind Entscheidungen schwer, auch wenn sie noch so klein sind.
Autismusspektrum
Einer Autismus-Spektrum-Störung liegen 3 Hauptmerkmale zu Grunde.
- gestörte soziale Interaktion
- beeinträchtigte Kommunikation und Sprache
- wiederholte, stereotype Verhaltensweisen und Interessen
Beispielsweise können diese Kinder die Mimik anderer nicht deuten und zeigen selbst kaum Mimik. Sie haben oftmals kaum Interesse an sozialen Interaktionen. Kontaktaufnahme von anderen lehnen sie häufig ab. Auffällig ist der fehlende oder nur flüchtige Blickkontakt. Sie verstehen ihre Umwelt anders als andere.
Bei einigen entwickelt sich der Sprachgebrauch nicht oder nur verzögert. Andere dagegen lernen durch Nachsprechen. Das Gesagte wird als Wahrheit wahrgenommen; sie verstehen keine Ironie, Sarkasmus, Witze oder Sprichwörter.
Die Kinder führen bestimmte Bewegungen immer und immer wieder aus. Dies dient oft zur Stressregulierung. Auch brauchen sie einen gleichbleibenden Tagesablauf und Rituale. Kommt am Tag etwas anders, als sie es gewohnt sind, endet dies häufig in einer Überlastungsreaktion (Overload).
Manche reagieren auf verschiedene auditive, taktile oder visuelle Reize sehr stark. Dies kann ebenfalls in einer Überlastungsreaktion/Reizüberflutung (Overload) enden.
Eine Überlastungsreaktion äußert sich dann beispielsweise in Schreien, Weinen, dass sich die Bewegungen verstärken oder in aggressivem Verhalten. Dies nennt sich Meltdown.
Dann gibt es eine andere Art der Reaktion auf eine Überlastung, den Shutdown. Dabei werden die Kinder in einer Überlastung sehr ruhig und in sich gekehrt. Meist sprechen und bewegen sie sich nicht mehr und sind emotional und kognitiv „abgeschaltet“.
Diese beiden Zustände können die Kinder nicht beeinflussen, sondern sie passieren automatisch bei einer Reizüberlastung. Ähnlich einem Systemabsturz eines Computers.
